Topinambur – ein Appetizügler auf natürlicher Basis

Die zur Gattung der Korbblütler gehörende Pflanze Topinambur (Helianthus tuberosus), dessen Wurzelknolle essbar ist, stammt aus Amerika. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet in vorkolumbinanischer Zeit umfasste vor allem das östliche

Topinambur-Pflanze
Topinambur-Pflanze

und zentrale Nordamerika von Kanada bis Mexiko. Die mit der Sonnenblume verwandte, mehrjährige Topinambur-Pflanze kann Höhen von bis zu drei Metern erreichen. Ihre gelben Blüten sind der der Sonnenblume ähnlich, weisen allerdings eine wesentlich geringere Größe auf. Die überaus robuste Pflanze ist winterhart und widersteht sogar Minustemperaturen von 15 Grad Celsius und mehr.

Der von der indigenen Bevölkerung Amerikas wegen ihrer Wurzelknolle als Nahrungspflanze kultivierte Tpinambur verdankt ihren Namen einem Missverständnis. Anfang des 17. Jahrhunderts gelangte die „Indianerkartoffel“ als bestauntes Mitbringsel aus der Neuen Welt in eine Pariser

Topinambur Wurzel
Topinambur Wurzel

Exotica-Sammlung. Nach einigen sich zufälligerweise zur selben Zeit in Paris aufhaltenden Indianern einer „Topinambus“ genannten brasilianischen Ethnie benannten Franzosen die für sie neuartige Knolle „Topinambur“, obwohl es überhaupt keine Verbindung der Pflanze zu Brasilien gab.

In Folge wurde der anspruchslose Topinambur in Europa zunächst als Modegemüse, bald auch als Grundnahrungsmittel und als Viehfutter angebaut. Die Bedeutung der leicht nussig-süßlich schmeckenden Knollen nahm seit Mitte des 18. Jahrhundert wegen des verstärkten Anbaus der wirtschaftlich interessanteren Kartoffel erheblich ab. Heute wird Topinambur weltweit angebaut. In Europa ist der Topinambur-Anbau allerdings auf einige kleine Feldflächen beschränkt.

 

Topinambur zügelt den Appetit

Der Topinambur findet in Europa außer als vielseitiges Bio-Küchengemüse vor allem als Grundstoff für Mittel im Zusammenhang mit der Behandlung von Diabetes und der Unterstützung von Gewichtreduzierungen Verwendung. Die von vielen

Topinambur hemmt den Appetit
Topinambur hemmt den Appetit

Reformhäusern angebotenen Kautabletten auf Topinambur-Basis bewirken als angenehm empfundene Sättigungsgefühle.

Durch die Verwendung dieser ausgesprochen kalorienarmen Präparate (100 g Topinambur haben lediglich 20 Kalorien) wird die Nahrungsaufnahme auf natürliche und im Ergebnis Gewicht verringernde Weise reduziert. Die Topinambur-Knolle hat einen Wassergehalt von annähernd 80 %. 15 % der Inhaltsstoffe werden von die Verdauung anregenden Ballaststoffe gestellt. Der Fettanteil des Topinamurs liegt bei lediglich 0,4 %.

 

Topinamur ist auch sehr gesund

Im Topinamur sind zahlreiche Vitamine (B1, B2, B6 sowie C und D) ferner neben Beta-Karotin auch Kalzium und andere Mineralstoffe enthalten. Der Kaliumgehalt übertrifft den der Banane um das Sechsfache und der Eisengehalt von Spinat erreicht lediglich ein Viertel der im Topinambur enthaltenen Menge.
Essentielle Aminosäuren und Spurenelemente zählen ebenfalls zu den Bestandteilen der vollwertigen Wurzelknolle.

Die regelmäßige Aufnahme von Topinambur gilt als hilfreich für die Verbesserung der Stressunempfindlichkeit und als positiv für die Funktionen der inneren Organe. Nach wissenschaftlichen Studien bewirkt regelmäßiger Genuss von Topinambur eine Verbesserung der Kalzium-Aufnahme im Darm. Als Folge kann die Knochenstruktur über den Blutkreislauf verstärkt mit Kalzium versorgt werden. So kann über die positive Beeinflussung der Knochendichte unter anderem der Schutz gegen Osteoporose verbessert werden.

 

Topinamur gegen Diabetes

Außer wegen weiterer das allgemeine Wohlbefinden steigernden Wirkungen wird Topinambur insbesondere für den gezielten Einsatz gegen Diabetes empfohlen. Das im Topinambur enthaltene, zu den Fruktanen gezählte, Inulin besitzt die Eigenschaft, im Darm-Trakt aufzuquellen und den

Topinambur reguliert den Blutzucker
Topinambur stabilisiert den Blutzucker

Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Dadurch wird bewirkt, dass sich der Organismus mit der Zeit an einen gesenkten Insulinspiegel anpasst und das für schwankende Insulinspiegelstände typische Hungergefühl allmählich verschwindet.

Der Topinambur ist zwar abgeschält auch roh genießbar, wegen der Zähigkeit der bräunlichen Knollenhaut empfliehlt es sich aber, die Knolle vor dem Verzehr zu garen. Dann lässt sich die Haut leichter lösen. Topinambur sollte nach dem Schälen rasch verwertet werden, weil sein weißes Fruchtfleisch sich durch Oxydation rasch dunkel verfärbt. Durch Einlegen in Wasser oder in Zitronensaft lässt sich diese Verfärbung verhindern. Bei längerer Aufbewahrung im Kühlschrank verliert der Topinambur relativ schnell an Feuchtigkeit und schrumpelt ein. Durch Einlegen in Wasser kann dem Topinambur teilweise seine verlorene Feuchtigkeit zurückgegeben werden.


Glucomannan Plus – Die Alternative zur Topinambur

Als Alternative zum Topinambur hat sich das rezeptfreie, in Kapselform in Apotkeken und im Versandhandel erhältliche Ballaststoff-Präparat „Glucomannan +“ am Markt bewährt. Von dem britischen Versandhandelsunternehmen „Evolution Slimming“ werden z. B. 180 „Glucomannan +“-Kapseln zum Preis von 60,- EUR angeboten.

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Glucomannan wird aus der Wurzel der auch „Teufelszunge“ genannten Konjak-Pflanze (Amorphophallus konjac) gewonnen. Glucomannan gilt als sich positiv auf die Darmgesundheit und auf den Cholesterinspiegel auswirkender Ballaststoff. Wie Topinambur baut Glucomannan Hungergefühle ab, verhindert bei einer Tagesdosis von drei Kapseln Heißhungerattacken und trägt somit zum schonenden Abbau von Übergewicht bei.